6. November 2025
Die Kinder der vierten Klassen sitzen ordentlich in Reihen, die Hände ruhig auf den Tischen. Es herrscht gespannte Stille – kein Flüstern, kein Rascheln. Alle Augen sind auf die Lehrerin des Museums Osthusschule gerichtet, die vor der Klasse steht wie eine Zeitreisende aus einer anderen Epoche. Mit fester Stimme ruft sie: „Eins!“ – Sofort greifen die Kinder zum Griffel. „Zwei!“ – Die Griffel schweben über den Schiefertafeln, bereit zum Schreiben. „Drei!“ – Wie auf Kommando beginnen die Kinder, Buchstaben in Sütterlinschrift auf die Tafeln zu zeichnen. Die ungewohnte Schrift fordert volle Konzentration – und weckt Neugier.
Die Reise in die Schulwelt von damals ist eindrucksvoll. Sie lässt die Kinder nicht nur staunen, sondern regt sie auch zum Nachfragen und Nachdenken an: Wie war das Lernen früher? Wie fühlte sich ein Schultag ohne Whiteboards, ohne Strom und mit wenig Papier an? Und wofür können wir heute dankbar sein?