Ich hatte bei den GCSN-Einsätzen in Rumänien eine sehr schöne Zeit, in der ich Gott und auch mich selbst anders/näher kennen lernen durfte. Dort war ich mit anderen Deutschen und Australiern in dem Deborah-Haus (Mädchenheim).
Wir haben zusammen gespielt, gesungen, gebastelt und noch vieles mehr. Außerdem haben wir die Deborah-Häuser mit Wandmalerei, Dekorationen und Renovierungen verschönert und sind gemeinsam mit den Mädels durch die ärmeren Viertel gegangen und haben dort für die Leute gesungen, gebetet und ihnen selbstgemachten Zacusca geschenkt. Es war einfach total cool mit anzusehen, dass alle dasselbe Ziel hatten, nämlich Gott und Menschen zu dienen, obwohl jeder aus einem anderen Land kommt, eine andere Sprache spricht und eine andere Lebensgeschichte hat.
Ich habe gemerkt, dass man nicht dieselbe Sprache sprechen muss (mit den Mädchen aus dem Heim, denn die konnten dort kaum Englisch), um ein gutes Miteinander zu haben. Das, was zählt, sind das Herz und ein Lächeln im Gesicht. Wir hatten keine Kommunikationsschwierigkeiten, weil dort einfach eine bedingungslose Liebe herrscht und jeder so angenommen wird, wie er ist. Ich habe auch gelernt, Umarmungen wertzuschätzen, denn die Mädchen im Deborah-Haus haben wirklich oft nach körperlicher Nähe gesucht und ich habe gemerkt, wie gut eine einfache, echte Umarmung tut und wie sehr die Mädchen das wertschätzen.
Ich habe auch gelernt, dankbarer zu sein. Manche Dinge betrachtet man schon als selbstverständlich und man merkt gar nicht, dass man sich nur um sich selber dreht. Bezüglich dieses Punktes hat mir die Reise einen Blick über den Tellerrand ermöglicht, für den ich sehr dankbar bin, und den ich jeder/m nur empfehlen kann.


Jana Maiber