Mit  der schwungvollen Nationalhymne und einem herzlichen „Benvenuto!“ starteten zwei 18-köpfige Gruppen ihre Reise durch Italien.

Zunächst teilte sich die Reisegruppe in drei altersgemischte italienische Familien auf: Jedes Kind hieß für zwei Tage Bellini, Ronalli oder Mancini und suchte sich selbst einen italienischen Vornamen aus. Mit dieser neuen Identität ging es nun los: Italien mit allen  Sinnen entdecken!

Wir begrüßten und verabschiedeten uns auf Italienisch und lernten weitere wichtige Vokabeln, z. B. „biscotti“ (Kekse), „gelato“ (Eis) und „spaghetti“ (J). Selbstverständlich ließen wir uns diese drei Wörter auch so richtig schmecken. Dabei konnte man das „richtige“ Spaghetti-Essen mit Gabel und eventuell Löffel gleich üben… Dazu hing ein Duft typischer italienischer Kräuter – Rosmarin und Basilikum – im Raum.

Das alte, traditionelle Fingerspiel „Morra“ konnten alle schnell lernen und spielen. Das Geniale daran ist, dass man nur seine rechte Hand als Zubehör benötigt.

Ebenso schnell gelang es uns, ein kleines Lied auf Italienisch zu singen.

Wir staunten über Francesco (Franz) von Assisi – einen Mann, der Jesus auf besondere Weise nachfolgte.

In den Frühstückspausen war ein Platz auf der „piazza“ – am Tisch unter dem Sonnenschirm – sehr beliebt.

Auf unserer Reise machten wir in zwei Städten einen Stopp, um dort ein bisschen mehr zu erfahren. Zuerst ging es in die Lagunenstadt Venedig, die uns mit ihren Wasserstraßen beeindruckte. Statt eines Autos besitzen viele Venezianer ein Boot. Und eine Gondelfahrt kann sehr romantisch sein. Wir erfuhren, dass es einmal im Jahr dort beim venezianischen Karneval etwas Besonderes gibt: Überall in der Stadt stehen Menschen in fantasievollen und sehr prächtigen Kostümen und Masken und lassen sich als lebende Kunstwerke bestaunen und fotografieren. Wir bastelten uns anschließend auch wunderschöne venezianische Masken.

Einen zweiten Stopp gab es in der Stadt Pisa, die durch ihren schiefen Turm berühmt ist. Zweihundert Jahre lang wurde an diesem Turm gebaut. Wir waren da doch deutlich schneller, als wir anschließend selbst ans Turmbauen gingen. Aber wir stellten auch fest, dass es gar nicht so einfach ist, einen schiefen Turm „mit Absicht“ zu bauen.

Viel zu schnell hieß es dann „Arrivederci!“ – Auf Wiedersehen!

Annemarie Pliefke