Vier Wochen vor den Osterferien ging es in der 3b meist sehr still zu – was aber gar nicht immer so ganz einfach war. Grund dafür waren 24 ganz verschiedene wunderschöne Hühnereier, die in unserem Klassenraum ausgebrütet wurden. Natürlich nicht durch eine lebendige Glucke – das wäre wohl etwas schwierig geworden. Stattdessen stellte eine Familie unserer Klasse uns einen Brutapparat zur Verfügung und betreute unser Projekt liebevoll und mit unglaublichem Engagement.

In den ersten 3 Wochen mussten die Kinder dafür sorgen, dass immer genug Wasser im Apparat war, denn die Eier benötigten eine feuchtwarme, kuschelige Atmosphäre, damit sich die Küken gut entwickeln konnten. Diese Aufgabe wurde morgens reihum sorgfältig erledigt.

 

Nach einer Woche konnten unter einer Decke die Eier mit einer starken Taschenlampe durchleuchtet werden – was für ein Wunderwerk unseres Schöpfers ist doch so ein Ei! Unbefruchtete Eier wurden aussortiert, und es hieß weiter warten – und leise sein!

Aber dann war es am 21. Tag soweit: Innerhalb von zwei Schulstunden konnten wir live beim Schlüpfen der ersten drei Küken zuschauen – mucksmäuschenstill saßen alle fasziniert davor. Nachdem sich die kleinen Wesen von der Anstrengung des Schlüpfens erholt hatten, kamen sie in den Kükenkarton. Am Ende hatten wir elf piepsende Gäste im Karton. Wer morgens in die Klasse kam, ging als erstes zu den Küken. Dort war immer was los. Schnell zeigte sich, wer von den Küken der Chef war. Nach einer Woche mussten wir uns schweren Herzens von den kleinen Freunden verabschieden, weil sie nun von einer echten, lebendigen Glucke weiter betreut werden müssen. Wöchentlich bekommen wir nun Fotos von „unseren“ Küken, um zu sehen, wie sie wachsen und zu „richtigen“ Hühnern und Hähnen heranwachsen.

Wie das Küken-Projekt bei den Drittklässlern angekommen ist? Hier einige Kommentare:

David: Hühner brüten 21 Tage lang die Eier aus. Wir haben viel gelernt.

Henry: Man konnte sehr gut sehen, wie das Küken die Schale aufpickt. Am Anfang ist es noch nass, aber unter der Rotlichtlampe wird es sehr schnell flauschig.

Gabi: Es war sehr schön! Davor wusste ich nicht, wie sie ausschlüpfen und dass sie dann erschöpft sind und noch so ein schönes Fell haben.

Tom: Ich fand es toll, dass unsere Klasse diese einmalige Chance hatte!

Dunja: Es war richtig cool! Ich habe gelernt, wie lange es dauert, bis ein Küken schlüpft. Und ich fand es richtig nett von Leas Eltern, dass sie sich die ganze Arbeit gemacht haben.

Salome: Es war sehr lustig, den Küken zuzuschauen. Am Ende wollten alle am liebsten ein Küken behalten. Das ging aber leider nicht.

Annika: … daran kann man sehen, wie toll Gott sich das alles ausgedacht hat.

Lena: Ich fand es sehr interessant, wie die kleinen Küken ausgeschlüpft sind. Es war auch sehr schön mit den Küken. Im Unterricht haben sie sehr viel gepiepst.

Darja: Superangebot von Familie V.! Eier in der Klasse zu haben, ist doch einfach super!

Enjeto: Die Küken waren so süß, vor allem nach der Geburt.

Jonte: Es war sehr schön, 4 Wochen Eier und Küken zu besichtigen.

Sara: Wir haben viel gelernt, und es war auch sehr spannend, ob die Küken schlüpfen oder nicht.

Annemarie Pliefke