Wir kennen schon die Klassenlehrerstunde und auch den Elternsprechtag in der Schule. Da dürfen die Erwachsenen sagen, wie es in der Schule ist, was gut klappt und was noch schwer fällt.
Aber eine KINDER-Sprechstunde? Was ist denn das? Da dürfen natürlich die KINDER sagen, wie es für sie in der Schule ist. Aber nicht nur das, sondern vor allem wie es ihnen selbst geht.
Das heißt konkret: Jede Klasse hat ihre Sprechstunde, in der sich Kinder melden können, wenn es etwas zu besprechen gibt. Etwas, das in der Pause noch nicht geklärt werden konnte, sowie Streitigkeiten im Bus, schwierige Freundschaften oder Sorgen, die beim Lernen stören.
Das Ziel dieser Sprechstunde ist es, präventiv mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, und das in einem vertraulichen Rahmen, der das Erzählte bewahrt oder eben schlichtendes Aktivwerden zulässt. Zusätzlich liegt uns am Herzen, auf diese Weise auch zurückhaltende Kinder zu hören und zu ermutigen, Schwierigkeiten anzusprechen. Manchmal hilft die kleine Schildkröte Frieda auch dabei oder eines der Kunstprojekte, in denen es um Selbstwert, Zutrauen und Vertrauen und Freundschaften geht.

Stefanie Ennenbach – Schulsozialarbeiterin