Konzept der Georg-Müller-Schulen

Geistliches Konzept

Die Georg-Müller-Schulen in Bielefeld und Steinhagen sollen mit Gottes Hilfe als christliche, an die Bibel gebundene Schulen geführt werden. Wir wissen, dass wir von Gott abhängig sind. Er ist Realität: wir rechnen mit seiner Führung und Hilfe, weil wir von seiner Zuneigung zu uns Menschen wissen und sie erfahren haben.

Die GMS ist in Verantwortung vor Gott bestrebt, Ihre Ziele durch Lehrerinnen und Lehrer zu verwirklichen, die als bekehrte und wiedergeborene Menschen an die Bibel als das geoffenbarte Wort Gottes und durch Glauben an Jesus Christus gebunden sind und ein geistliches Leben mit Vorbildcharakter führen.

Die Lehrer und die verantwortlichen Mitarbeiter der GMS sind in verschiedene bibeltreue Gemeinden oder Gemeinschaften eingebunden. In geistlichem Miteinander wollen sie, begleitet von persönlichen und gemeinsamen Gebet, eine Atmosphäre schaffen, in der die Schüler sich wohl fühlen und das Lernen Freude macht. Sie stehen im Austausch miteinander und mit den Eltern der ihnen anvertrauten Kinder.

Die Bibel bildet die Basis für unser Leben und ist Maßstab, an dem wir unser Denken und Handeln ausrichten.

Pädagogisches Konzept

Menschenbild

Prinzipien einer Bibel orientierten christlichen Anthropologie (Wissenschaft vom Menschen)

Der Mensch ist eine Einheit aus Geist, Seele und Leib. Das erfordert eine ganzheitliche Bildung, die den kognitiven, emotionalen und somatischen Bereich konsequent mit einschließt.

Der Mensch ist auf Sinnerfüllung angelegt und sucht einen Sinn. Das Leben erhält seinen wahren Sinn aber nicht durch einen endlichen, sondern durch einen unendlichen Bezugspunkt, der nur angemessen durch die vorbehaltlose Anerkennung der ewigen Existenz des einen wahren Gottes ausgedrückt werden kann.

Der Mensch ist ein moralisches, Wert orientiertes Wesen. Er steht der Welt nicht nur schauend gegenüber, sondern wertet sie auch. Der Mensch ist darauf angelegt, die grundlegenden moralischen Werte, auf die sich ein auf Gott hin geschaffener Mensch stützen kann, auszugeben. Gott selbst hat seinen Plan, seine Maßstäbe und Gebote in der Bibel bekannt gemacht.

Der Mensch ist gemeinschaftsbezogen. Erst im Zusammenleben mit anderen Menschen erfährt er Liebe, Geborgenheit, Vertrauen und Selbstbestätigung. In der Gemeinschaft erlebt er sein Angewiesensein auf ein Du und erkennt die Notwendigkeit, bestimmte Handlungsbegrenzungen als Voraussetzung optimaler Kommunikation und Interaktion in sozialer Verantwortung zu akzeptieren.

Der Mensch ist auf Handeln angelegt. Er versucht, Absichten zu realisieren, d.h. sich Ziele zu setzen und diese handelnd zu erreichen. Seine gedanklichen Vorstellungen sind dabei geprägt durch gesellschaftliche (auch schulische) Muster.

Der Mensch ist lernfähig und lernbedürftig. Als eine aus der Hand Gottes hervorgegangene Person ist der Mensch auf Erziehung und Bildung angelegt.

Der Mensch ist auf die Übernahme fremder Erfahrungen angewiesen. Der Mensch setzt sich aber auch zugleich mit seiner jeweils verschiedenen Individuallage produktiv schaffend auseinander. Er ist kreativ und zeichnet sich durch ein ästhetisches Empfinden aus und ist so ein Hinweis auf seinen Schöpfer.

Der Mensch ist ewigkeitsbewusst. Salomo sagt, dass Gott dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt hat (vgl. Die Bibel, Prediger 3,11).

Das biblische Menschenbild geht davon aus, dass jeder Mensch so konzipiert ist, dass er als verantwortungsbewusstes Geschöpf am Ende seines Lebens, im Jenseits, Gott gegenübertreten wird, der das letzte Wort, das gerechte Urteil über ein Leben sprechen wird, das von ihm bewusst abhängig war oder nicht.

Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, nur dass der Mensch das Werk nicht ergründet, das Gott getan hat, vom Anfang bis zum Ende. Die Bibel, Prediger 3,11

Erziehungsziele

Die Georg-Müller-Schulen in Bielefeld bzw. Steinhagen haben es sich zur Aufgabe gesetzt, die Schüler im Sinne der Bibel und in Übereinstimmung mit Artikel 7 der Verfassung NRW zu erziehen.

Art. 7 (1): „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“

Sie stehen somit auf der Grundlage des in der Landesverfassung und den Schulgesetzen vorgegebenen Bildungs- und Erziehungsauftrages.
Es ist die Absicht der Schulinitiatoren,

  • die Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren musischen und praktischen Fähigkeiten gleichermaßen umfassend zu fördern;
  • die Vermittlung der grundlegenden Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form den individuellen Lernmöglichkeiten der Kinder anzupassen;
  • durch fördernde und ermutigende Hilfe den Weg zu weiterführenden Formen des Lernens zu bahnen und die Grundlage für eine optimale Schullaufbahn zu legen; die Lernfreude der Schüler zu erhalten und zu fördern.

Auf der Grundlage biblischer Leitprinzipien sollen die folgenden übergeordneten pädagogischen Ziele verwirklicht werden:

  1. Einübung christlicher Verhaltensnormen wie Wahrhaftigkeit, Selbstdisziplin, Treue, Geduld, Ausdauer, Vergebungsbereitschaft, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Höflichkeit, Friedensfähigkeit, Dankbarkeit und Freigiebigkeit;
  2. Gewöhnung an Regelmäßigkeit, Sorgfalt, Fleiß und Pünktlichkeit;
  3. Freude am leistungsbezogenen Lernen bei gleichzeitigem Angebot von individuellen Leistungsfreiräumen;
  4. Förderung zunehmender Selbständigkeit des Lernens in Abhängigkeit von der persönlichen Entwicklung; Förderung der Kreativität durch Ermutigung zu Initiative, Neugier und Fragenstellung;
  5. Förderung der Kreativität durch Ermutigung zu Initiative, Neugier und Fragenstellung;
  6. Förderung von Verantwortungsbewusstsein, Charakterfestigkeit, Urteilsfähigkeit und Mündigkeit;
  7. Förderung von Handlungsbereitschaft, d.h. der Bereitschaft, als notwendig erkannte Schritte auch zu tun;
  8. Förderung von Gemeinschaftsfähigkeit, d.h. der Fähigkeit und Bereitschaft, sich in Gruppen wie z.B. Arbeitsgruppen im differenzierten Unterricht, Sportteams, Klassen- und Kursverband sowie Spielgruppen konstruktiv einzubringen, und damit letztlich Förderung der konstruktiven Einbindung in Familie, Gemeinde und Gesellschaft;
  9. Fähigkeit und Bereitschaft, mit Konflikten, Aggressionen und Misserfolgen im Sinne christlicher Ethik umzugehen;
  10. Vorbereitung auf eine verantwortungsvolle, den eigenen Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit in der Berufs- und Arbeitswelt bzw. auf den Besuch weiterführender Schulen und Ausbildungsstätten.

Zur Offenheit der Schulen

Grundsätzlich stehen die Georg-Müller-Schulen allen Kindern und Jugendlichen offen, unabhängig von der nationalen und konfessionellen Zugehörigkeit und dem religiösen, weltanschaulichen oder politischen Bekenntnis ihrer Eltern.

Dennoch setzt eine Anmeldung sinnvollerweise voraus, dass die Eltern der Zielsetzung und der erzieherischen Arbeit der Georg-Müller-Schule zustimmen. Nur dann ist auch eine konfliktfreie Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus möglich, die eine notwendige Grundlage für die Förderung der der Schule anvertrauten Jungen und Mädchen ist.

Leitlinien für Mitarbeiter

Lehrerinnen und Lehrer der Georg-Müller-Schulen gestalten den Unterricht und das Schulleben auf der Grundlage der Glaubens und Wertvorstellungen, wie sie sich aus der biblischen Offenbarung und dem geistlichen und pädagogischen Konzept unserer Schulen ergeben.

Sie wollen den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie unter Achtung der freien Entscheidung des Einzelnen auch befähigen, ein Leben aus dem Glauben an Jesus Christus zu führen und sich in der Welt als Christen zu bewähren.

Schulträger, Schulleiterin bzw. Schulleiter und Lehrkräfte wirken zur Erfüllung dieses Auftrags nach besten Kräften und im Vertrauen auf Gott zusammen.