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11. Allgemeine Unterrichtsprinzipien und -ziele
Grundlage des Unterrichts an der Georg-Müller-Schule sind die Lehrpläne und Richtlinien, die auch für die öffentlichen Gesamtschulen des Landes Nordrhein-Westfalen gelten.
Der Unterricht an unserer Schule verfolgt zudem das Ziel einer angemessen leistungsorientierten Förderung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer christlichen, an den Aussagen der Bibel orientierten Erziehung.
Integration der Bibel in den Fachunterricht und Bewerten und Gewichten von Unterrichtsstoffen und -ergebnissen anhand biblischer Maßstäbe
Als evangelikale Bekenntnisschule sind die Inhalte der Bibel, der Umgang mit ihr und die sich aus ihr ergebenden Werthaltungen an der GMS nicht beschränkt auf den Religionsunterricht. In allen Fächern sollen biblische Inhalte in den Fachunterricht integriert werden.
Wo es um das Beurteilen, Bewerten und Gewichten weltanschaulicher Positionen geht, ist Gottes Wort, die Bibel, das entscheidende Kriterium. Sie ist es, die letztlich gültige Orientierung gibt. Insofern ist für uns nicht jede Weltanschauung, nicht jede Position und Haltung in gleicher Weise gültig. Schülerinnen und Schüler werden aber nicht auf als biblisch erkannte Haltungen und Positionen verpflichtet. Wir laden zum Glauben an Jesus Christus ein, akzeptieren aber, wenn Schülerinnen und Schüler sich anders entscheiden.
Halbtagsunterricht und Hausaufgaben als Konzept differenzierenden, auf Selbständigkeit angelegten Lernens
Der Unterricht an der Georg-Müller-Schule ist Halbtagsunterricht, d.h. der nach der Stundentafel vorgesehene Unterricht findet weitestgehend am Vormittag statt.
Dieser Konzeption liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Familie als einer grundlegenden Einheit christlicher Gemeinschaft ein hoher Stellenwert zukommt und dass Erziehung ganz wesentlich Recht und Aufgabe der Eltern ist. Die Halbtagsform der Schule soll ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler auch im Alltag ausreichend in ihre Familien eingebunden sind.
Die Arbeit an den Unterrichtsgegenständen beschränkt sich aber nicht auf die Unterrichtsstunden selbst. Die erteilten Hausaufgaben sind Teil der Unterrichtsarbeit. Im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Interessenlage und aktuelle Lernsituation der Schülerinnen und Schüler können sie auch differenziert erteilt werden. Hausaufgaben gehen aus dem Unterricht hervor und führen wieder zu ihm hin. Sie vertiefen und ergänzen ihn. Sie können sowohl nachbereitenden, wiederholenden Charakter haben, als auch vorbereitenden, indem je nach Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler erste Grundlagen für den kommenden Unterricht bereits zu Hause gelegt werden. Selbständige Arbeitsorganisation, Erschließung und Nutzung von Hilfsmitteln, Ausdauer und Zuverlässigkeit werden auf diese Weise eingeübt und geschult.
Die grundlegenden Fertigkeiten für eine erfolgreiche Arbeit an den Hausaufgaben werden im Unterricht eingeübt. Das betrifft die unterschiedlichsten Aufgaben vom Vokabellernen über das Bearbeiten von Sachaufgaben bis hin zum Halten eines Referats im Team.
Handlungs- und produktorientiertes Lernen / Methodenlernen / Arbeitstechniken / Präsentationskompetenzen
Unsere Schüler sollen umfassendes, vernetztes, transferfähiges Wissen erwerben, und sie sollen eine Vielzahl von Methoden und Arbeitstechniken kennen lernen und erproben, die ihr eigenes Lernen ermöglichen, erleichtern und organisieren. Deshalb genießen handlungs- und produktorientiertes Lernen einen hohen Stellenwert. Durch eigenes Tun und das Erstellen eigener Produkte wird Lernen persönlicher, intensiver und emotionaler. Eigenes Tun soll auch weitere Neugier wecken und die Freude am Lernen erhalten oder neu entfachen.
Unterrichtsprojekte sind in der Regel auf ein Fach bezogen oder finden im Rahmen fächerübergreifenden Unterrichts statt.
Unsere Schüler sollen lernen, ihre Arbeitsergebnisse als Zwischenergebnisse oder Endergebnisse eines Arbeitsprozesses ihren Mitschülern und ihren Lehrern angemessen zu präsentieren. Sie sollen dabei erfahren, dass ihre Arbeit ernst genommen wird. Die dazu notwendigen Präsentationstechniken sind integraler Bestandteil des Unterrichts.
Beispiele für handlungs- oder produktorientierte Unterrichtsvorhaben sind
- die Untersuchung eines Baches auf Kleinlebewesen (Biologie),
- die Erstellung eines Buchs zum Thema USA mit freier Präsentation der Beiträge vor dem Kurs (Englisch),
- die Erstellung von journaux de voyage zu einer Frankreichfahrt (Französisch),
- ein Internetprojekt zu den deutsch-französischen Beziehungen zusammen mit einer französischen Schule (Geschichte, Politik, Französisch),
- die Erstellung von Lesetagebüchern zu Lektüren des Deutschunterrichts und von Mappen zu fachspezifischen Unterrichtseinheiten (z.B. „Indianer“ / Fach Geschichte) oder fächerübergreifenden Projekten (z.B. „Haustiere“, „Mittelalter“)
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