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16. Pädagogische Schwerpunkte
Die folgenden Schwerpunkte bestimmen z.Z. die pädagogische Weiterentwicklung und Diskussion in der Schule.
- Umsetzung der Kernlehrpläne und Auswertung der Lernstandserhebungen
Seit dem 27.09.2004 liegen die NRW Kernlehrpläne für die Sekundarstufe I für die Fächer Deutsch, Mathematik sowie für die erste Fremdsprache ab Klasse 5 (bei uns Englisch) vor. Die Umsetzung ist Aufgabe der Fachkonferenzen. Sie wird flankiert durch Fortbildungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer, die dann als Moderatoren in den Fachschaften arbeiten. Die formale Anpassung der schulinternen Curricula im Hinblick auf die Standards und Kompetenzbereiche der Kernlehrpläne ist dabei nahezu abgeschlossen. Die Festschreibung dessen, was diese Neuformulierungen für den Unterrichtsprozess bedeuten, und die Umsetzung der Out–put–Erwartungen in konkrete Aufgabentypen usw. wird ein wesentlicher Bestandteil der Fachkonferenzarbeit der genannten Fächer in den nächsten Jahren sein. In diesem Zusammenhang müssen auch die Ergebnisse unserer Schule bei den Lernstandserhebungen zu verbindlichen Konsequenzen im Unterricht der jeweiligen Fächer führen.
- Vorbereitung der Prüfungen im Jahrgang 10
Der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) und der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 werden in Nordrhein-Westfalen ab dem Schuljahr 2006/07 in einem neuen Abschlussverfahren vergeben. Alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen nehmen daran teil. Den Kern des neuen Verfahrens bilden schriftliche Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. Die Vorbereitung und die Durchführung dieser bisher ungewohnten Prüfungen wird ebenfalls ein Schwerpunkt in der Fachkonferenzarbeit der beteiligten Fächer bilden.
- Umsetzung der neuen Ausbildungs-– und Prüfungsordnung und die Frage der Schulstruktur
Wie unter Punkt 10. bereits ausgeführt, hat die neue Schulgesetzgebung an unserer Schule eine Diskussion veranlasst die – auch wegen der Unklarheit bezüglicher der Novellierung des Schulgesetzes – noch nicht abgeschlossen ist. Die Frage, welche Form die Schulstruktur der GMS in Zukunft haben soll, wird alle Mitwirkungsgremien der Schule noch länger beschäftigen. In jedem Fall aber gilt es, die Freiheiten, die uns insbesondere im Rahmen der Ergänzungsstunden gegeben sind, im Sinne einer optimalen individuellen Förderung möglichst aller Schülerinnen und Schüler zu nutzen. Dazu muss in den folgenden Jahren ein Ergänzungsstundenkonzept erstellt werden, das zum Einen Förder–,Forder– und Ergänzungsstunden, zum Anderen auch Neigungsfächer und eventuell Arbeitsgemeinschaften umfassen sollte. Die Vorverlegung des WP–Bereichs in Klasse 6 erfordert zudem in den betroffenen Fachkonferenzen eine curriculare Neuordnung.
- Umsetzung von fächerübergreifenden Anliegen
An der GMS werden in jedem Jahrgang fächerübergreifende Projekte durchgeführt. Diese Projekte sind sehr vielseitig, es gibt kein allgemeingültiges Modell. Sie laufen unterschiedlich lange, mit unterschiedlichen Fächerkombinationen, mit unterschiedlich enger Verzahnung der Einzelfächer, mit unterschiedlich starker Anlehnung an die fachspezifischen Curricula usw. Sie sind immer produktorientiert und haben immer ein vorab geplantes Organisationsmuster. Beispiele für fächerübergreifende Projekte sind bzw. waren das Kennenlernprojekt und das Haustierprojekt in Klasse 5, das Mittelalterprojekt in Klasse 6, das Kalifornienprojekt der achten oder das Zukunftsprojekt der zehnten Klassen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat allerdings gezeigt, dass bestimmte fächerübergreifende Anliegen zwar formuliert, aber noch zu wenig vernetzt worden sind. Vieles was auf diesem Gebiet läuft, ist noch nicht ausreichend koordiniert und verbindlich festgeschrieben. Mit dem Ziel der Qualitätssicherung sollen deshalb folgende fächerübergreifende Schwerpunkte unter Abstimmung der verschiedenen Fachschaften untereinander konkrete Ausformulierungen finden:
- Umsetzung und Weiterentwicklung des Medienkonzepts
- Methodenlernen, Lernen lernen
- Geschlechtererziehung
- Suchtvorbeugung
- Christliche Mission, Diakonie und Weltverantwortung
- Jahrgangsteams
Ein Team besteht per definitionem aus mehreren Lehrerinnen und Lehrer, die gemeinsam an einer aus Teilaufgaben bestehenden Arbeitsaufgabe arbeiten, um von allen akzeptierte Ziele zu erreichen. Sie arbeiten zusammen und fühlen sich als Gruppe. Die angestrebten Effekte der Teamarbeit sind auf Lehrerseite vor allem Arbeitszufriedenheit, Professionalität und pädagogische Effektivität. Die Teams streben klare Rollen- und Aufgabenverteilungen, eindeutige, allgemein akzeptierte Ziele, geregelte und spontane, offene und horizontale Kommunikation und Selbstevaluation an. Die Teams haben eine Leitung und die Unterstützung der Schulleitung. Die Effektivität der Jahrgangsteams soll in den nächsten Jahren weiter optimiert werden.
- Disziplin
Zur Förderung einer zuträglichen, fruchtbaren Lernatmosphäre und des rücksichtsvollen Umgangs miteinander, zum Schutz jedes Einzelnen und zum Erreichen der von der GMS vertretenen Erziehungsziele wird immer wieder die Disziplin der Schülerinnen und Schüler thematisiert. Die Lehrerinnen und Lehrer wirken mit ihrer Vorbildfunktion, vertrauensvollen Beziehungen und vielen weiteren erzieherischen Mitteln mehr (auch mit Strafen), vor allem aber mit Gesprächen auf das Verhalten der Schülerinnen und Schüler ein. Auch die Trainingsraum–Methode dient diesem Anliegen. Mit dem Ziel größtmöglicher Transparenz ist an der Schule schon seit einigen Jahren ein Tadelsystem eingeführt, das grobe Verstöße gegen das friedliche Miteinander sanktioniert und zu Klassenkonferenzen führen kann. Klassenkonferenzen sind in diesem Zusammenhang immer pädagogische Konferenzen, die unter Einbeziehung des Schulträgers nach geeigneten Maßnahmen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler suchen. Insbesondere für den Umgang mit Drogen ist ein detailliertes Drogen–Konzept erarbeitet worden, das Schülern, Eltern und Lehrern von vorneherein einen klaren Handlungsfahrplan an die Hand gibt, der einerseits Hilfestellungen auf diesem Gebiet festschreibt und andererseits auch die Konsequenzen bestimmter Verhaltensweisen formuliert. Die Effektivität dieser Maßnahmen soll in den nächsten Jahren systematisch evaluiert und gegebenenfalls weiterentwickelt werden.
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