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14. Besondere Aspekte einzelner Unterrichtsfächer, -bereiche und -inhalte
Medienerziehung und Digitale Medien Die Nutzung von und der Umgang mit Medien haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Auf diesem Hintergrund ist es unerlässlich, Heranwachsende mit den Möglichkeiten aber auch den Gefahren der verschiedenen Medien vertraut zu machen. Dabei unterscheiden wir folgende medienpädagogische Aufgabenbereiche:
- Auswählen und Nutzen von Medienangeboten - Gestalten und Verbreiten von eigenen Medienbeiträgen - Verstehen und Bewerten von Mediengestaltungen - Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen - Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung
Unser Medienkonzept soll gewährleisten, dass diese Aufgaben im Rahmen des Fachunterrichts am Beispiel verschiedener Medien eingeübt bzw. thematisiert werden. Besonders die Nutzung von Computern im Zusammenhang mit multimedialen Anwendungen nimmt heute einen immer größeren Stellenwert ein. Sie kann helfen, Informationen zu beschaffen, Kommunikation zu erleichtern und Inhalte verständlicher zu präsentieren. Die neuen Medien und der richtige und verantwortungsvolle Umgang damit werden im Leben der Schülerinnen und Schüler von wachsender Wichtigkeit sein, so dass die Schule gerade hier eine ernst zu nehmende, zukunftsorientierte Aufgabe hat. Den Schülerinnen und Schülern der Georg-Müller-Gesamtschule stehen zwei Computerräume für die Sekundarstufe I und ein weiterer in der Oberstufe zur Verfügung. Alle PCs sind untereinander vernetzt und an die zugehörige Peripherie mit Druckern, Scanner und Beamer angeschlossen. Alle Lehrerinnen und Lehrer, aber auch alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule haben eine eigene Kennung mit persönlichem Speicherbereich und eigener E-mail-Adresse. Diese ist von jedem Platz des Computernetzes zu erreichen und gegen unberechtigten Zugriff geschützt. Der Internetzugang kann für alle Plätze zugeschaltet werden. Um die Nutzung der digitalen Medien im Fachunterricht zu ermöglichen, werden die Schülerinnen und Schüler in folgenden Einführungsblöcken mit den wichtigsten Grundtechniken im Umgang mit dem Computer angeleitet:
- Klasse 5: Computer–Führerschein (Computerteile, Anmeldevorgang, Passwort, Aufrufen von Lernprogrammen, Speichern und Finden von Dateien,…) - Klasse 6: Textverarbeitung und E–Mails - Klasse 7: Internetrecherche - Klasse 8: Tabellenkalkulation und Graphiken - Klasse 9/10: Bildschirm–Präsentation
Zur Unterstützung in Hardware– und Software–Problemen steht den Fachlehrern ein Informatiker zur Seite, der auch als Co–Teacher bei verschiedenen Unterrichtsprojekten beteiligt ist. Des Weiteren wird das Computernetzwerk der Schule für folgende Zwecke genutzt:
- Im Rahmen des WP-II-Kurses „Informations- und Kommunikationstechnologie“ haben interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Kenntnisse auf diesem Gebiet zu vertiefen. Dieser Kurs wird für Jungen und Mädchen getrennt angeboten.
- Im Unterricht von verschiedenen Fächer wird Lernsoftware eingesetzt.
- Internetrecherchen werden in diversen Fächern zu geeigneten Themen von Lehrern und Schülerinnen und Schülern durchgeführt.
- E-mail-Projekte werden vorwiegend im Fremdsprachenunterricht realisiert.
- Office-Programme werden verschiedentlich genutzt, z.B. in Deutsch, Kunst, Mathematik.
- Zwei- bis dreimal pro Woche können Schülerinnen und Schüler die Computerräume auch nach dem Unterricht nutzen. Die Betreuung erfolgt durch engagierte Lehrkräfte.
- Lehrer nutzen das Internet, CDs u.ä. für die Vorbereitung des Unterrichtes und stellen Ressourcen für die Nutzung durch Schüler im Unterricht bereit.
- Auch die Schülerbibliothek und einzelne Klassenräume sind mit multimediatauglichen PCs ausgestattet.
- Verwaltungsaufgaben wie Zeugnisse, Listen, Serienbriefe werden durch ein eigenes Verwaltungsnetz (Sekretariat, Büros, Lehrerarbeitsbereiche) mit spezieller Schulsoftware vereinfacht
- Die Georg-Müller-Schule ist Mitglied der Initiative „Schulen ans Netz“. Die Adresse unserer Homepage lautet: www.GMS-NET.de.
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Naturwissenschaften Den Schülerinnen und Schülern der Georg-Müller-Gesamtschule soll ein Einblick in die Zweckmäßigkeit und Schönheit der Schöpfung Gottes vermittelt werden. So können sie zum einen Ehrfurcht vor dem Planer dieses Gefüges entwickeln und zum anderen die Freude daran, diese Schöpfung - im Rahmen ihrer Fähigkeiten - zu erforschen, zu gestalten und zu schützen. Dazu werden naturwissenschaftliche Inhalte im Rahmen folgender Bereiche vermittelt:
- im Fachunterricht der Fächer Biologie, Physik und Chemie,
- im Wahlpflichtbereich im Fach Naturwissenschaft,
- in fächerübergreifenden Vorhaben.
In dem für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Fachunterricht werden systematisch grundlegende Begriffe und Gesetzmäßigkeiten erarbeitet. Er orientiert sich dabei an der klassischen Einteilung naturwissenschaftlicher Beschäftigung mit den Phänomenen dieser Welt. Das Phänomen „Leben“ steht im Zentrum des Biologieunterrichts. Im Physikunterricht geht es darum, die „Kräfte“, die in der Schöpfung wirken, zu beschreiben. Der Chemieunterricht dient dazu, die „Stoffe“, aus denen die Schöpfung gemacht ist, zu erkunden. In allen drei Fächern wird exemplarisch die Methodik des naturwissenschaftlichen Erforschens und Arbeitens eingeübt. Besonders in den höheren Klassen wird auch auf die Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis hingewiesen. Im Wahlpflichtbereich haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit das Fach „Naturwissenschaft“ zu wählen. In diesem Fach werden Themen aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftlich erkundet, z.B. „Unser Schulgelände“, „Körperpflege und Waschmittel“, „Farben“ u.ä. Es geht darum, Alltagsphänomene ganzheitlich anzugehen und mit naturwissenschaftlichen Methoden und Begriffen zu erfassen. In diesem Rahmen wird gelegentlich auch die Grenze zu gesellschaftswissenschaftlichen Fächern überschritten. Mehr und mehr werden an der GMS naturwissenschaftliche Themen auch im Rahmen fächerübergreifender Vorhaben behandelt.
Sexualkunde Sexualerziehung mit biblisch orientierten Inhalten und Werten ist zunächst Sache der Eltern, sodann Sache der Lehrer. In der Georg-Müller-Gesamtschule wird davon ausgegangen,
- dass Sexualerziehung nur nach einer vertrauensvollen Absprache mit den Eltern durchgeführt werden kann;
- dass die Aufklärung im Bereich der Sexualität behutsam und dem Alter bzw. der Entwicklungsstufe entsprechend stattfinden sollte;
- dass eine Sexualerziehung nur unter Beachtung der Zusammenhänge zwischen Körper und Seele geschehen kann;
- dass das natürliche Schamempfinden des Kindes respektiert und geschützt wird;
- dass Ehebruch, voreheliche Geschlechtsbeziehungen und Homosexualität falsches Handeln ist und Gott in der Bibel sehr ernst davor warnt;
- dass die Annahme und Wertschätzung des eigenen Geschlechtes und die Wertschätzung des anderen Geschlechtes gefördert werden;
- dass wir sowohl die Beziehung zwischen den Geschlechtern als auch die Entstehung des Lebens als von Gott gestiftet verstehen;
- dass die Schülerinnen und Schüler die Entstehung und das Werden ungeborenen Lebens als Schöpfungshandeln Gottes kennen lernen und verstehen (Schutz auch des ungeborenen Lebens).
(aus dem geistlich-pädagogischen Konzept)
Evolutionstheorie Die Notwendigkeit die Evolutionstheorie im Unterricht zu behandeln ergibt sich aus ihrer dominierenden Bedeutung als das Paradigma der Wissenschaften schlechthin. Sie soll sachlich vermittelt werden, so dass die Lernenden die Geschichte, die Argumente und die Schlussfolgerungen dieser Theorie kennen. Von der Bibel her soll ihr - auch unter Rückgriff auf Forschungsansätze und Argumente kreationistischer Naturwissenschaftler - die Schöpfungslehre gegenübergestellt werden und die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer fundierten und selbständigen Auseinandersetzung mit beiden Denk–Modellen angeleitet werden. Die Evolutionstheorie wird vor allem in den Fächern Biologie, Geschichte, Erdkunde und Religion thematisiert.
Religion Der evangelische Religionsunterricht an der GMS ist an der Bibel als dem verbindlichen Wort Gottes und somit als der Autorität, der sich die Lehrer verpflichtet und verantwortlich fühlen, ausgerichtet. Die historische und inhaltliche Wahrheit der Bibel wird vorausgesetzt. Das Fach Evangelische Religionslehre wird auf allen Klassenstufen mit zwei Wochenstunden unterrichtet und ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend. In jedem Schuljahr werden Themen aus den Bereichen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte und Lebensorientierte Fragestellungen behandelt. Darüber hinaus soll auch die Beschäftigung mit christlicher Musik und christlicher Kunst einen festen Platz haben. Da die Mehrzahl unserer Schülerinnen und Schüler aus Elternhäusern mit einem christlichen Hintergrund kommt, bilden die Förderung und Stärkung ihres Glaubens einen Schwerpunkt des Unterrichtes. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich dabei ihres durch Erziehung und Kultur bedingten, verschiedenartigen Auslebens ihres Glaubens bewusst werden. Dieses kann durch die Beschäftigung mit dem gelebten Glauben anderer Christen in unterschiedlichen Gemeinden und Ländern geschehen. Im Religionsunterricht soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden sich sachgerecht, offen und vorurteilsfrei mit anderen Weltanschauungen, Religionen, theologischen Denkansätzen und wissenschaftlichen Modellen (z.B. der Evolutionstheorie) auseinanderzusetzen. Maßstab für die Bewertung ist die Bibel. Ziele dieser Auseinandersetzung sind die Förderung des eigenen Urteilsvermögens und das Gewinnen eines eigenen Standpunktes durch die Schülerinnen und Schüler.
Literatur im Fach Deutsch und in den Fremdsprachen In der Auseinandersetzung mit weltanschaulichen Strömungen werden uns in literarischen Texten Haltungen begegnen, die Gott nicht in Betracht ziehen oder ihn ablehnen. Insofern spiegeln solche Texte die Realität unserer Lebensumwelt wider, und eine Kenntnisnahme dieser Haltungen sowie eine aufrichtige, sachgemäße Auseinandersetzung mit ihnen vor dem Hintergrund biblischer Lehre ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine Bewältigung realer Situationen ihres Alltags. Bei der Auswahl literarischer Texte für den Unterricht wird darauf geachtet, dass das religiöse Empfinden der Kinder und Jugendlichen oder der Erziehungsberechtigten nicht verletzt wird.
Geschichte / Politik / Sozialwissenschaften Zu den durch die Richtlinien und Lehrpläne vorgegebenen Zielen politischer Bildung kommt an der Georg-Müller-Gesamtschule die Vermittlung der Erkenntnis hinzu, dass der Mensch für sein Tun Gott verantwortlich ist. Wo immer es um die gegenwärtige oder zukünftige Gestaltung gesellschaftlicher Realität geht, wollen wir auf diese Verantwortung hinweisen. Historisches Handeln wird auch vor biblischem Hintergrund bewertet. Zudem gehen wir davon aus, dass Geschichte nicht ausschließlich durch menschliche Ideen und Handlungen bestimmt wird, sondern dass es auch die Dimension des göttlichen Planens und Lenkens gibt.
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